Donnerstag, 20. Januar 11 Kategorie: GAM-intern, Hersteller
Von: nf

Umfrage zu Abwertungsaktionen im Biermarkt

Strategischer Kurzschluß zwischen Preis- und Imagekampagnen = Energieverschwendung. Ein schönes Beispiel wie für kurzfristigen Absatzpush aufwändig aufgebaute Markensubstanz geopfert wird.

Aus Konsumentensicht ist das Wertigkeitsgefühl für eine Marke so flüchtig wie eine Teenagerliebelei im  Frühling.
Ohne rosarote Imagebrille ist der Kasten Radeberger für 8,80 € (Globus Leipzig) eben auch nur noch ein Kasten Bier. Wer nur Bier ohne Emotion will ist mit Oettinger und Sternburg  gut bedient.

Umfrage:

"Wem nützen solche Aktionen"

  1. Dem Genießer, der heute Geld spart, morgen aber nichts Besonderes mehr für seine Marke empfinden kann?
  2. Dem Handel, der sich heute auf Kosten der Marke profiliert, morgen aber ein neues Zugpferd braucht?
  3. Der Industrie, die heute schnelle Absätze generiert, das aber morgen mit hohen Imageabschlägen auf die Markensubstanz bezahlt?

 

Was halten Sie von solchen Aktionen, teilen Sie uns Ihre Meinung mit!


Kommentare

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Felix vom Endt aus Coburg

Freitag, 28-01-11 14:51

Was sind schon "Premiummarken" heute noch wert? Jede Großbrauerei spart doch mittlerweile bei qualitativ hochwertigen Zutaten? Anstelle von echtem Hopfen, gibt es nur noch gepressten Hopfen und die Qualität der zu verarbeitenden Produkte leidet doch auch.

Auf der einen Seite beklagt die deutsche Brauwirtschaft den sinkenden Konsum bei steigenden Rohstoff- und Energiepreisen und auf der anderen Seite verschleudern sie ihre Produkte.

Meiner Meinung nach, wollen für die niedrigen Sonderaktionen nur Neukunden gewonnen werden. Nach dem Motto "Hmm..so günstig, ich trink heute ma das Bier X" in einer Woche kostet das Bier X dann wieder 3 € mehr und die Brauerei X hofft, dass der Konsument weiterhin das Bier X kauft.

Ich persönlich trinke nur regional und zahle gerne auch 2-3 € mehr pro Kasten und ich weiß was ich drin hab. Ähnlich wie bei Eiern, Fleisch oder auch Gemüse vom Bauernmarkt. Allerdings wohne ich auch in Franken und habe eine riesige Auswahl.

Prost

 

Christof Schröer aus Bocholt

Montag, 24-01-11 22:12

übel, so kann ich meine Premiummarke auch gegen die Wand fahren, dabei ist die Radeberger ja nicht allein, so gibt es bei uns in der Region Diebels mittlerweile zum gleichen Preis und das bei steigenden Kosten.

 

Chriatian Berentzen aus Haselünne

Freitag, 21-01-11 16:52

Da verkommen Premiummarken zu Konsummarken!
Die Wertschätzung der Gattung Bier sinkt in der unterbewussten Wahrnehmung der Verbraucher. Er hat das unbewusste Gefühl, Bier lässt sich nur noch als ramschware über den Preis verkaufen und wendet sich langsam aber stetig ab.
Die Folge: Der Biermarkt schrumpft weiter.

 
 

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