Freitag, 11. Februar 11 Kategorie: Hersteller
Von: nf

Einweg frißt Mehrweg

und die Politik schaut zu. Die Pressekonferenz am 10.2.11 war quasi ein Aufschrei um die verantwortlichen Politiker aus ihren süßen Träumen zu reißen. Ob das nun gelingt?

Ich bin eher skeptisch, die Interessenlage pro "Einweg" der großen Abfüller und der LH-Riesen ist eindeutig. Das bewährte Mehrwegsystem, das auch kleinere und regionalbezogene Abfüller leben lässt, ist dadurch auf dem Weg ins Abseits. Zumindest wenn jetzt nicht noch schnell und konsequent gegengesteuert wird.

Natürlich spricht viel  für den Erhalt des bewährten und ökologisch vorteilhaften Mehrwegsystems (siehe: Bundesregierung gefährdet den Fortbestand des Mehrwegsystems ), jedenfalls nach den Gesichtspunkten gesunder Vernunft.
Bekanntermaßen geht es in der Politik, in erster Linie aber nicht um Vernunft, sondern um Interessen und da sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Andernfalls hätten die für das heutige, unübersichtliche Pfandsystem verantwortlichen Politiker ihre, lobbygesteuerten, krusen Ideen nicht zu Gesetzen machen können.

Die Beteiligten mit dem höchsten Leidensdruck haben leider die schwächste Lobby um politische Gehirnwindungen zu begradigen. Die einzige Chance ist wohl den eigenverantwortlichen Konsument, als potentieller Wähler für das Thema zu gewinnen. Unter diesem Gesichtspunkt war die Pressekonferenz ein guter Anstoß um Politiker-Denkorgane anzuregen. Die Problematik verdeutlicht allerdings der, nach der offiziellen Veranstaltung, von "kompetenter Stelle" erzählte Witz (sinngemäß). 

"Die Bundeskanzlerin stand vor der Wahl, Himmel oder Hölle. Sie sah zuerst in den ruhigen und friedlichen Himmel, als sie aber nach unten blickte und dort Bilder wie aus einem Reisekatalog sah, wählte sie die Hölle. Dort angekommen war aber alles ganz anders, Hölle eben. Sie beschwerte sich beim Teufel, nichts entspricht dem was ihr versprochen wurde und erhielt die Antwort, ja das war ja auch vor der Wahl."

 


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