Zwei deutsche Betriebe erhalten Emas Awards 2019

Als jetzt im spanischen Bilbao die europäischen "Emas Awards" vergeben wurden, standen auch Vertreter zweier deutscher Unternehmen auf dem Podest: Markus Glöckner Natursteine und Neumarkter Lammsbräu nutzen erfolgreich "Emas als Motor des Wandels".

Die Emas-Awards wurden im Guggenheim Museum in Bilbao überreicht

Unter dieses Motto hatte die EU-Kommission die 2019er-Runde des Wettbewerbs gestellt. Mit den Emas Awards werden regelmäßig Unternehmen und andere Organisationen gewürdigt, die nach dem europäischen "Eco-Management and Audit Scheme" validiert sind und besonders umweltbewusst arbeiten.

Für ihre Strategien und Maßnahmen im Rahmen des Umweltmanagementsystems hatten sich bereits in der vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag organisierten Vorentscheidung fünf Kandidaten durchgesetzt. Für zwei davon gab es am 26. November in Bilbao europäische Preise:

  • Die Neumarkter Lammsbräu Gebr. Ehrnsperger KG erhielt den Emas Award in der Kategorie mittelständische Unternehmen. Bereits vor 40 Jahren hatte die Oberpfälzer Familienbrauerei die Weichen für ein durchgängig nachhaltiges Unternehmenskonzept gestellt und begonnen, ihr Sortiment komplett auf Bio umzustellen. Gemeinsam mit Landwirten rief Lammsbräu die regionale Erzeugergemeinschaft für Ökologische Braurohstoffe (EZÖB) ins Leben und gründete die Arbeitsgemeinschaft ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) mit, die heute über 100 Bio-Lebensmittelhersteller umfasst.

    Seit 1996 ist der Betrieb Emas-registriert. In einer Vielzahl von Projekten und Kooperationen in und außerhalb des Unternehmens arbeitet das Lammsbräu-Team für den Umweltschutz, den Erhalt biologischer Vielfalt und die Stärkung kleinbäuerlicher Kulturlandschaften. Mit einem eigenen Code of Conduct sowie einer Nachhaltigkeitsbewertung bindet das Unternehmen zudem seine Rohstoff-Lieferanten aktiv in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess ein.
     
  • In der Kategorie kleine Unternehmen ging ein Ehrenpreis an Markus Glöckner Natursteine. Nachhaltigkeit prägt das Geschäftsmodell des Steinmetzbetriebes, der auf die Restauration und Verarbeitung von Natursteinen spezialisiert ist. Dem Leitgedanken "Altes erhalten – Neues gestalten" folgend geht das saarländische Handwerksunternehmen innovative Wege in einer Branche mit großen Nachhaltigkeitsherausforderungen.

    Der Betrieb bezieht seinen Naturstein überwiegend aus der Region. Er stärkt so die lokale Wertschöpfung, vermeidet weitestgehend Rohstoffgewinnung unter prekären Arbeitsbedingungen aus Asien und Afrika und weite Transportwege. Gut erhaltene und nicht mehr genutzte Grabsteine nutzt das Unternehmen als Ersatz-Rohstoffquelle. Durch den Einsatz von Regenwasser und einer Photovoltaik-Anlage sparen die 23 Beschäftigten Energie und Ressourcen im eigenen Betrieb. 

Weitere Emas Awards erhielten folgende Unternehmen: Bernhard-AV (Österreich, Kategorie kleine Unternehmen), Servier Toledo (Spanien, Kategorie große Unternehmen), Cartagena Port Authority (Spanien, Kategorie kleine öffentliche Einrichtungen) und Barcelona Port Authority (Spanien, Kategorie große öffentliche Einrichtungen).

Alle Informationen zum Wettbewerb finden Sie unter www.emas.de.